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Tagebuch einer Heilung – Bandscheibenvorfall 2012

Tagebuch einer Heilung:

2009 und 2010 Rückenprobleme:

Sommer 2009 – starke Rückenschmerzen am Stück – Arztbesuch, Tabletten gegen Schmerz und zur Muskelentspannung

Dezember 2009 – Januar 2010 – starke Rückenschmerzen (Lendenwirbelbereich) Arztbesuche, Röntgen, Tabletten gegen Schmerz und zur Muskelentspannung

Ende 2009 wird Bandscheibenwölbung im Lendenwirbelbereich festgestellt (Radiologie)

Januar und Februar 2010 -> Krankengymnastik und Schwimmen – Schmerzen verschwinden relativ schnell.

April 2010 Tu’s einfach – übernatürlich bewegt Konferenz in Speyer, leichte Rückenschmerzen, die ich zu diesem Zeitpunkt noch hatte, sind verschwunden

2011 Rückenprobleme:

2011 immer wieder vereinzelt Rückenprobleme (Mal mehr Mal weniger)

Juni 2011 – 2 Wochen lang Rückenprobleme nach Umzug ins neue Haus:

Arztbesuch, krankgeschrieben, Massagen, Fangopackungen und Schmerztabletten

2012 extreme Rückenprobleme:

Mitte Januar 2012 – Mitte März 2012 extreme Rückenschmerzen, extreme Probleme beim Schlafen, Aufstehen, Laufen und jeder falschen Bewegung – besonders beim nach vorne Beugen (dies ist so gut wie nicht mehr möglich)

Arztbesuch, Schmerztabletten, Massagen und Fango-Packungen

Das normale Alltagsleben wird mehr und mehr zur Qual, nur mit viel Tabletten, vielem liegen und Körnerkissen ist der Schmerz noch auszuhalten.

Mitte März: Im Rahmen des Passionsgebetes wird von Klaus und anderen unter Handauflegung und der Verwendung von Salböl für mich gebetet. Speziell, damit der Nerv sich beruhigt und die Muskeln sich entspannen. Daraufhin passiert innerhalb von wenigen Sekunden eine Erleichterung, die auch anhält.

Ich kann seit diesem Zeitpunkt wieder laufen, ohne Humpeln zu müssen und vor allen Dingen auch längere Strecken laufen. Auch das Schlafen und Aufstehen ist kein Problem mehr. Beugen ist jedoch nach wie vor nur unter großen Schmerzen möglich, z.B. Strümpfe anziehen oder Zehennägel schneiden ist eine Tortur.

Ende März und April 2012:

Das Sitzen, besonders das lange Sitzen in der Arbeit, wird mehr und mehr zum Problem. Auch langes Stehen wird immer schwieriger, es gibt keine Arbeitsposition in der ich noch verharren kann.

Ich gehe wieder zum Arzt, der schreibt mich sofort länger krank, verschreibt mir Fangopackungen und manuelle Therapie und überweist mich zum Radiologen.

Am 11. April 2012 wird in der Radiologie ein schwerer Bandscheibenvorfall diagnostiziert.

Ich werde mit den Untersuchungsergebnissen zurück zu meinem Hausarzt geschickt. Der mich sofort noch weiter krankschreibt und in die Klinik schickt für weitere Untersuchungen und eventuell OP.

Bei der Untersuchung dort werden mir die „krassen“ Bilder des Bandscheibenvorfalles gezeigt. Auch als Laie sieht man deutlich, wie der Nervenkanal auf der rechten Seite fast komplett abgedrückt ist.

Die untersuchende Ärztin wundert sich, warum ich überhaupt noch in der Lage bin mein Bein komplett zu fühlen. Sie meint jedoch der Schmerz, der durch das Drücken des kaputten Bandscheibenmaterials auf den Nerv hervorgerufen wird, wird sich wahrscheinlich nicht durch konservative Methoden wie Massagen, manuelle Therapie und Krankengymnastik, bekämpfen lassen. Sie zeigt die MRT (Röntgenbilder) auch noch mal dem Chefarzt und Professor, der auch für eine OP ist. Mir wird dann gleich noch ein OP Termin im April angeboten.

Die OP mit anschließender Reha würde aber genau in die Zeit fallen, die ich schon für die Vineyard-Leiterkonferenz in Speyer reserviert hatte („Divine Leading“ mit Bill Johnson, Christy Wimber, Martin Bühlmann und Reinhard Rehberg). Ich überlege hin und her und entscheide mich schließlich, nach 4 Wochen Krankheit erst mal wieder stundenweise zu arbeiten (konnte ich mit Überstundenabbau und längerer Mittagspause im nahegelegenen zu Hause ganz gut stemmen). Außerdem möchte ich mir noch eine 2. ärztliche Meinung einholen und die Konferenz in Speyer nicht verpassen.

Ich denke auch daran, was ich in Speyer schon alles erlebt habe und habe so das Gefühl, dass die Möglichkeit dort eine übernatürliche Heilung und / oder Wiederherstellung der Bandscheibe zu erleben sehr hoch ist. Kurz gesagt, ich setze also große Erwartungen in die Zeit in Speyer.

Gott heilt! – „Divine Leading“ Konferenz in Speyer 21.-25. Mai 2012:

Zusammen mit Freunden aus Nürnberg und Fürth, fahre ich frohen Mutes nach Speyer. Die Autofahrt mit drei Stunden Sitzen verläuft wider Erwarten ganz gut. Der erste Abend auf der Konferenz ist hammermäßig gut, es ist einfach schön, ganz entspannt mit 600 Leuten aus allen Teilen Deutschlands und Europas in der Gegenwart Gottes anzubeten und sehr gute Predigten zu hören. Ich überlege, wie ich die Konferenz überstehe ohne allzu viel sitzen zu müssen. Den 2. (1. vollen) Konferenztag überbrücke ich mit viel Bewegung im Worship und Malen im Stehen an den bereitgestellten Staffeleien, um möglichst wenig stehen oder sitzen zu müssen. Irgendwann muss ich mich doch mal ablegen und meinen Rücken ausruhen, aber der Schmerz hält sich in Grenzen. Die ganze Atmosphäre in der Gemeinde dort und während der Konferenz ist aber so genial und es überwiegt doch die Freude.

 

Erster Abend der Heilung

Dienstag den 22. Mai 2012:

Am Abend gibt Bill Johnson (Pastor der Bethel-Church in Redding Californien) nach der Predigt noch ein paar Heilungseindrücke weiter. Es soll für Leute mit Knieproblemen (fehlende Knorpel) und Halswirbelsäulenproblemen gebetet werden. Die betroffen Personen sollten an ihrem Platz aufstehen. Er berichtet außerdem, dass in seiner Gemeinde im Moment immer wieder Leute von Knieschmerzen geheilt werden, die bestimmte Knorpel im Knie gar nicht haben. Er meint noch, dass man in so einem Fall ja nicht um Heilung beten kann, sondern dass Gott hier schöpferisch tätig wird und Knorpel aus dem Nichts erschaffen werden.

Bill bittet nun alle, die von den eben genannten Krankheiten betroffen sind, aufzustehen.

Ich denk mir, Halswirbelsäule und Knie hin oder her, ich stehe jetzt da mal mit auf. Allen Leuten im Raum, die nicht aufgestanden waren, wird jetzt gesagt, sie sollen zu jemandem, der aufgestanden ist, gehen, fragen was los ist, die Hände auf die Schultern legen und eben Heilung und Wiederherstellung über die entsprechenden Stellen proklamieren. Völlig unspektakulär. So werde also auch ich von den umstehenden Leuten umringt und für ca. 1 Minute „bebetet“. Während dieser Zeit spüre ich eine unangenehme Dehnungsbewegung im Rücken und danach, an der Stelle wo mein Bandscheibenvorfall sein müsste, irgendwas sich verschieben und bewegen. Die Leute, die ihre Hand an der Stelle am Rücken Aufgelegt hatten, spüren dies auch. Sonst nichts, kein Kribbeln, keine Wärme, keine Gänsehaut, es war eher ein unangenehmes Gefühl.

Danach sagt Bill , alle für die gebetet wurde sollen überprüfen ob der Schmerz weg ist, oder ob sich irgendwas verbessert hat. Man soll dies durch Bewegungen überprüfen, die vorher nicht, oder nur unter Schmerzen verrichtet werden konnten. Ich beuge mich nach vorne (ging vorher fast gar nicht) und merke sofort, dass es viel besser ist und der Schmerz bestimmt zu 80% weg ist. Danach setzte ich mich hin und stehe wieder auf, was mir in den letzten Wochen unter einem Zeitversatz von ca. 3- 5 Sekunden immer fürchterliche Schmerzen beschert hatte. Auch hier ist der Schmerz dieses Mal kaum zu spüren. Ich kann es kaum glauben und probiere immer wieder herum…aber der Schmerz kommt nicht wieder, zumindest lange nicht in der Intensität wie vor dem Gebet, nur noch ein schwacher Abklatsch davon ist übrig. Die Situation hatte sich innerhalb von 1-2 Minuten radikal verändert. Dann dämmert es mir, Gott hat hier wohl durch den Heilungseindruck und das Gebet meiner „Geschwister“ souverän eingegriffen. Die Stimmung nach der Abendveranstaltung ist gelöst. Es gab in der gleichen Gebetsrunde noch viele weitere Spontanheilungen.

Es war für mich dann ganz wunderbar ohne Beschwerden den 30 Minütigen Weg durchs klimamäßig mediterran anmutende Städtchen Speyer zum Nachtquartier zu laufen.

Zweiter Abend der Heilung

Mittwoch der 23. Mai 2012:

Der nächste Tag war wunderbar. Ich konnte plötzlich so viele Bewegungen des Alltags, die vorher nur unter Schmerzen möglich waren, wieder sehr gut verrichten. Auch das lange Sitzen am 2. Konferenz-Tag war ausgesprochen angenehm möglich. Ich merkte, dass ich jetzt auch in meinem Kopf, nach so einer langen Zeit der Schonhaltung und Bewegungsvermeidung, anfangen musste die gewonnene Bewegungsfreiheit auszuleben.

Bei jedem Beugen und nach jedem Sitzen sagte mein Gehirn mir: Vorsicht! Jetzt tut es gleich weh! Aber der Schmerz kam dann nicht. Es dauert doch eine ganze Zeit bis unser Alltags-Gewöhnungs-Gehirn die veränderte Situation wieder neu erlernt.

Ich merkte auch, dass meine Bänder im unteren Rücken und den hinteren Oberschenkeln unglaublich verkürzt waren, eben durch die monatelange Schmerzvermeidungshaltung.

Am Abend eines anstrengenden Konferenztages bemerkte ich ein paar Ermüdungserscheinungen in meinem Rücken, was mich dazu trieb am Anfang der Abendveranstaltung beim Beginn der Worship-Zeit einfach (im Stillen) zu Gott zu sagen,Herr es ist noch nicht ganz weg! Mach einfach weiter…Kaum ausgesprochen, ging es auch schon los, mein unterer Rücken fing an sich in alle möglichen Positionen zu bewegen und zu kreisen. So etwas könnte auch peinlich aussehen, aber in der Vineyard Speyer herrscht eine so angenehme entspannte Atmosphäre, die es einem erlaubt man selbst zu sein, ohne komisch von der Seite angeschaut zu werden. So musste ich mich nicht gegen diese Bewegungen wehren und Gott hatte alle Freiheit auf seine Art zu wirken. In der Gebetszeit wirkte Gott noch weiter, indem er ganz langsam meine verkürzten Bänder dehnte. Er beugte mich mit kurzen Pausen Stück für Stück weiter nach vorne und komischerweise ging das jedes Mal noch ein bisschen weiter, obwohl vorher jeweils das Gefühl da war, jetzt ist Schluss. Bis ich dann (unglaublich!!!) schließlich mit den Händen bei meinen Füßen angekommen war.

Ich hab ein paar Mal versucht rauszufinden, ob ich es selbst bin, der diese Bewegungen macht. Solche Gedanken kommen ja in so einer Situation schon. Es gelang mir nicht die Bewegungen zu stoppen oder umzulenken, dies ist ein seltsames aber gleichzeitig angenehmes Gefühl. Sozusagen Gottes manuelle Therapie! Für Außenstehende muss es wahrscheinlich sehr lustig aussehen, wenn man so von Gott bewegt wird.

Auch nach dem Ende der Veranstaltung und auf dem nachhause Weg ging das noch weiter. Zum Glück war es ja schon dunkel und nach 22.00 Uhr ist es auch nicht so ungewöhnlich, wenn ein Mann durch die Innenstadt schwankt. Das Feierabendbier (bzw. der Feierabendwein) fiel an diesem Abend (aus Sicherheitsgründen) aus. Wir hatten ja auch in der Anbetungszeit schon genug „gefeiert“! Auch beim Zähneputzen und als ich einschlief, setzte der Heilige Geist seine Arbeit fort…

Leben mit der Heilung:

Wichtig: Ich hatte in den Tagen danach noch ein paar Mal das Gefühl der Schmerz will wieder zurück kommen. Da fiel mir eine Aussage von Dr. Arne Elsen wieder ein. Er sagte mal in einer seiner Predigten: Sollte der Schmerz nach einer Heilung zurück kommen, dann einfach folgende Bibelstelle beten:

Nahum 1,9: Was wollt ihr ersinnen wider den HERRN? Er führt doch das Ende herbei. Es wird das Unglück nicht zweimal kommen.

Erst als ich wieder zu Hause bei meiner Familie und im Alltag ankomme, merke ich wie viel mehr Lebensqualität ich durch diese wundersame Heilung habe…manchmal kommen Zweifel auf – war das wirklich Gott, der hier gewirkt hat, bilde ich mir alles nur ein? Wenn ich dann über die Fakten nachdenke, dann wird mir klar: Hier ist ein Wunder passiert! Es gibt nur einen Wunderwirker, der hinter so einer genialen Geschichte stehen kann. Wir kennen viele weitere solcher Geschichten aus den Evangelien. Wir sollten diese nicht immer überlesen, sondern uns jede einzelne zum Vorbild nehmen.

Das Neue Testament ist voll von Krankenheilungen! Es gibt heute an vielen Orten in der Welt Gemeinden, in denen so etwas täglich passiert. Wir können dies als vermeintlich aufgeklärte Menschen des 21. Jahrhunderts nicht einfach wegdiskutieren. Das Reich Gottes ist auf dem Vormarsch und bricht sich Bahn. Heilung ist quasi ein Nebenprodukt aus der Kollision von Gottes zukünftiger Welt mit unserem unvollkommenen Hier und Jetzt. Sind wir bereit jeden Tag neu unser Bild von Gottes Wegen und Wirkungsweisen zu revidieren? Oder bleiben wir auf unserem selbstgebautem Gottesbild und dem religiösen oder atheistischen Status quo stehen?

Mich fordert das Erlebte ganz neu zur aktiven Nachfolge Jesu heraus. Ich will die Kraft und Gegenwart Gottes noch viel mehr in meinem Alltag erleben!

Euer S.

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